Roboter-Schiffe: Die Zukunft der Meere?

Roboter-Schiffe: Die Zukunft der Meere?

Geposted von Tinkerbots Team am

Selbstfahrende Elektrofahrzeuge, Züge mit einer Spitzengeschwindigkeit von 1.200 km/h und Raumschiffe, die uns zu anderen Planeten bringen – die Zukunft der Mobilität scheint sich nicht auf dem Wasser abzuspielen. Dabei dienen die Meere dem Menschen seit vielen Jahrhunderten als wichtige Handelsrouten und bieten viel Platz. Einige Wissenschaftler und Unternehmen sehen auch weiterhin ein großes Potential in den Meeren und entwickeln deshalb das Schiff der Zukunft.

Bei einem Symposium in Amsterdam hat die von Rolls-Royce geführte Advanced Autonomous Waterborne Applications Initiative (AAWA) jetzt seine Vision von dem Frachtschiff der Zukunft vorgestellt und eines ist sicher: eine Meuterei wird es dort sicherlich nicht geben. Das Schiff soll völlig autonom funktionieren und eine Crew aus unterschiedlichen Robotern an Bord haben. Dabei plant man die Roboter-Schiffe mit Kameras, Infrarot-Systemen, Radar, Mikrofonen, Sonar und GPS auszustatten. Zudem sollen umweltfreundliche Schiffsmotoren zum Einsatz kommen. Überwacht werden soll die Arbeit von einem Menschen, der an Land eine Kontroll-Software bedient.

Die Vorteile von Roboter-Schiffen liegen für die AAWA klar auf der Hand: Die Kosten für die Herstellung eines solchen Frachtschiffes wäre wesentlich günstiger, da man keinen Platz für die Crew oder Rettungsboote benötigt und somit auch mehr Fracht aufladen könnte. Zudem wäre ein flexibleres Design möglich und menschliches Versagen könnte ausgeschlossen werden.

Die nötige Technologie für autonome Schiffe könnte dank der rasanten Entwicklung von Drohnen und Robotik bereits bald einsatzfähig sein. Trotzdem gibt es noch eine Menge Arbeit, bis die ersten Roboter-Schiffe in See stechen werden. So müssen beispielsweise noch viele Daten von unterschiedlichen Schiffsarten und Routen gesammelt und Antworten auf wichtige Fragen gefunden werden. Wer wird bei einem Unfall zur Verantwortung gezogen? Was passiert, wenn jemand in der Nähe in Seenot gerät? Selbst wenn es soweit ist und die ersten Roboter-Frachter starten, sollen aus sicherheitstechnischen und rechtlichen Gründen zu Beginn auch menschliche Crew-Mitglieder an Bord sein.

Bis es soweit ist und die Weltmeere nicht mehr von Freibeutern, sondern von Robotern befahren werden, scheint also noch einige Jahre der Entwicklung vor uns zu liegen. Wenn du kreativ bist und nicht so lange warten möchtest, kannst du dir die Zeit auch mit einem eigenen Roboter von Tinkerbots vertreiben.


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