Wir wollen mehr Frauen in MINT-Berufen

Wir wollen mehr Frauen in MINT-Berufen

Geposted von Tinkerbots Team am

Am 8. März wird in jedem Jahr erneut dem Kampf für die Gleichberechtigung der Geschlechter und der Emanzipation der Frauen weltweit gedacht. Nachdem eine entsprechende Initiative bereits in der Zeit um den Ersten Weltkrieg entstand, wurde der Internationale Frauentag von den Vereinten Nationen im Jahr 1977 zu einem offiziellen Gedenktag erklärt. Doch eine wirkliche Gleichberechtigung gibt es bis heute nicht. Zwar hat sich in vielen Bereichen, wie etwa dem Wahlrecht, eine Menge getan, doch gibt es auch im Jahr 2017 noch zahlreiche Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern. Frauen müssen nach wie vor vielerorts mit Diskriminierungen leben und verdienen durchschnittlich 22 Prozent weniger Gehalt als Männer in vergleichbaren Positionen.

Die Gleichberechtigung ist besonders in der Ausbildung und dem Job gescheitert. Bei der Berufswahl entscheiden sich Frauen vergleichsweise häufig für „typische Frauenberufe“. Hierzu zählen etwa Kauffrau für Büromanagement, medizinische Fachangestellte und Verkäuferin. Dabei brauchen wir dringend Frauen in MINT-Berufen, die in der Vergangenheit vor allem von Männern ausgeübt wurden. Daran hat sich 2017 nicht viel geändert. Gerade einmal 15% der Beschäftigten in MINT-Berufen sind laut der Bundesagentur für Arbeit Frauen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Frauen in MINT-Berufen Tinkerbots

Gründe für Frauenmangel in MINT-Berufen

Trotz zahlreicher Initiativen weltweit, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Frauen für MINT-Berufe zu begeistern, gibt es hier nur einen leichten Anstieg bei der Zahl der Beschäftigten. Die Gründe für den Frauenmangel in MINT-Berufen sind vielfältig. Experten sehen ein Problem vor allem in der stereotypen Darstellung der Jobs. Vor allem Technik-Berufe werden meist dreckig und laut dargestellt. Zudem sieht man auf Plakaten, in Broschüren und Videos in der Regel Männer, die diese Jobs ausüben. Die Mehrheit der jungen Frauen, die vor der Berufswahl stehen, werden davon verständlicherweise nicht angesprochen.

Zudem gibt es zwar viele positive Vorbilder für junge Frauen in MINT-Berufen, doch tauchen diese leider nur selten prominent in Schulbüchern oder der medialen Berichterstattung auf. Während es einen regelrechten Kult um männliche Kollegen wie Albert Einstein und Elon Musk gibt, sind Frauen wie Marie Curie und Emmy Noether nicht jedem ein Begriff.

Neue Anreize & frühes Heranführen an MINT

Die Politik und die Wirtschaft sind nun gefordert, die nötigen Anreize zu schaffen, um Frauen eine Karriere in MINT-Berufen schmackhaft zu machen. US-Präsident Trump, der nicht gerade als Wissenschaftsfan gilt, hat erst kürzlich zwei Gesetzesvorlagen unterzeichnet, mit denen man mehr Frauen für MINT-Jobs anwerben möchte. Und auch andere Staaten buhlen um weibliche Arbeitskräfte in diesem Bereich. Um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik für jungen Frauen interessant zu machen, sollte man jedoch noch wesentlich früher ansetzen.

Mit Robotik-Baukästen wie Tinkerbots erhalten junge Mädchen bereits ab einem Alter von 6 Jahren erste Einblicke in die Welt der Robotik, Mechanik und Informatik. Spielerisch lernen sie ihren eigenen Roboter zu bauen und anschließend zu steuern und zu programmieren. So wird bereits früh vermittelt, dass Informatik und Technik nicht nur für Jungs geeignet sind. Ist das Interesse an MINT einmal geweckt, steigen die Chancen, dass später eine Karriere in diesem Bereich eingeschlagen wird. Also, einfach die Barbie-Puppe gegen den Robotik-Baukasten eintauschen, vielleicht sehen wir dann in Zukunft mehr Frauen in MINT-Berufen.

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